Die Spitznamen: Knutschkugel oder Schlaglochsuchgerät.
| Baujahr: | 1960 |
| PS / KW: | 12 / 9 |
| Hubraum: | 247 ccm |
| Zylinder: | 1 !!! |
| Mietpreis: | 49,- pro Std.; ab 249,- pro Tag |
In Italien konstruierte Renzo Rivolta, der Firmenchef des Motorradherstellers Iso Rivolta, ein Rollermobil in ungewöhnlicher Form: Die ISO-Isetta, welche 1954 vorgestellt wurde. Wie bei einem Kühlschrank klappte man bei diesem Gefährt die Fronttür auf. Das Lenkrad schwenkte mit der Fronttür nach vorn und zur Seite, und bot so einen guten Einstieg in den für zwei Personen ausreichenden Innenraum.
Auf dem Turiner Autosalon wurde die Delegation von BMW auf die Isetta aufmerksam und sah in ihr eine Chance. Nach Abschluss des Lizenzvertrages mit Iso wurde eine Isetta ins Werk geholt und die Konstruktion optimiert. Die Isetta bekam einen Einzylindermotor aus dem Motorradprogramm von BMW, umgebaut auf Gebläsekühlung und Starterlichtmaschine. Die BMW Isetta hat im Gegensatz zum dreirädrigen Original zwei Hinterräder. Diese konstruktiven Änderungen erwiesen sich als Erfolg.
Am 5. März 1955 wurde sie der Öffentlichkeit zu einem Preis von 2.580 DM vorgestellt. Die Fachpresse zeigte sich beeindruckt und die Isetta wurde zum Erfolg. Zwischen 1955 und 1962 wurden 161.728 Motocoupés verkauft. Diese Zahl wurde nur von einem anderen Kleinstwagen, dem Goggomobil der Hans Glas GmbH aus Dingolfing, übertroffen.
Die Isetta gilt als Symbol für den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg und ist Teil des Wirtschaftswunders.
Den luftgekühlten Einzylinder-Viertakt-Motor gab es anfänglich mit 12 PS (250 cm³), ab Februar 1956 auch mit 300 cm³ mit 13 PS. Die Isetta hat einen Rückwärtsgang, der bei Kleinstwagen nicht selbstverständlich war, und vier Vorwärtsgänge.